LWIPCGN #112 – Kultur treibt Fitness. Leadership treibt Kultur. Agilität beginnt im Kopf.

Auf unserem Treffen im Januar 2021 hat Mike Leber aus Wien uns das Thema „Kultur treibt Fitness. Leadership treibt Kultur. Agilität beginnt im Kopf.“ vorgestellt.

Das Kanban Maturity Model (KMM) kann ein Pfad zur adaptiven, resilienten Organisation sein. Wesentliche Eckpfeiler für eine evolutionäre Entwicklung dabei wären der kulturelle Nährboden und Leadership.

Mit Leadership Agility steht ein fundiertes Konzept für ein Verständnis und vor allem für die Weiterentwicklung der nötigen Leadership-Kapazitäten zur Verfügung. In diesem Vortrag legte Mike das Konzept u.a. im Kontext des KMM dar.

Er hat vorgestellt , wie ein undogmatisches und dennoch modernes Führungsverständnis zu einer passenden Kulturentwicklung beiträgt. Er zeigte Ideen, das vorherrschende Führungsklima in Zusammenhang zur organisatorischen Capability einzuordnen und durch Steigerung der Leadership-Kapazitäten die organisatorische Maturity zu fördern.

Im Nachgang gab es eine lange und angeregte Diskussion über das interessante Thema

Hier zwei Links vom Abend:

Paper zu den Seven Ways of Leading nach/von Torbert und Rooke: https://www.researchgate.net/publication/7929214_Transformations_of_Leadership

Zum Thema Coach als Sport Coach: https://en.wikipedia.org/wiki/Ted_Lasso

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LWIPCGN #111 Kanban im Handwerk – coole Boards, cooler Flow

Am 9. Dezember hat uns Roman Müller aus Stuttgart von seinen Erfahrungen mit Kanban im Handwerk erzählt.

Wer kennt es nicht? Wir lernen Kontexte und Menschen kennen und denken: Kanban könnte Dir helfen! Wie es dann weiter gehen kann, ist leider nicht immer deutlich.

Dieser Talk diente zur Inspiration wie wir mithilfe von (unkonventionellen) visuellen, an den Kontext angepassten, Arbeitsflussdarstellungen Transparenz schaffen und von dort aus schrittweise Veränderung initiieren könnten.

Schon nach einer kurzen Einleitung wurde es allen deutlich, dass Roman Sinn und Erfüllung in seiner Arbeit findet und außerdem viel Spaß dabei hatte „Kanban Spaceships“ bei einer Videoagentur, ein „Tacho“ bei einer Schreinerei und ein „LP-Radar“ bei einem Architektenbüro einzuführen.

Natürlich gabe es dabei auch wieder Aufgaben in Miro, wo Roman uns mit Hilfe der Methode „Spiral Journaling“ zeigtem wie man relevante Ideen und Eindrücke für die Arbeitsflussvisualisierung sammeln kann.

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Abschließend gab es einen Einblick in die hauseigene „Jet-Engine“ Visualisierung und Roman forderte alle Teilnehmer heraus um sich damit zu befassen und Verbesserungen vorzuschlagen.

Seinen Vortrag als Miro-Export findet Ihr auf unserem Trello-Board.

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LWIPCGN #110 Die agile Keule überleben

Auf unserem Treffen im November 2020 hat Michael Mahlberg uns das Thema „Die agile Keule überleben – erfolgreiche Organisationen in der postagilen Zeit“ vorgestellt.

Als das ‚Manifest für agile Softwareentwicklung‘ 2001 geschrieben wurde, war es ein Zeitzeuge für eine Aufbruchsstimmung hin zu mehr Entscheidungskompetenz and den Stellen, an denen die Entscheidungen auch umgesetzt werden. Für die Außenwelt wurde damit ein Wandel sichtbar, der schon Jahre vorher begonnen hatte und erfolgreiche Projekte gekennzeichnet hat. Mittlerweile aber hat sich ein stark vereinfachtes ‚Agile‘ gerade im Umfeld großer Unternehmen zu einem Treiber für Stress und Frustration bis hin zur inneren Kündigung und zum Burnout entwickelt. Besonders trifft dies Funktionen, die Teamübergreifend agieren sollen und  mit den (scheinbaren?) Widersprüche zwischen Selbstorganisation und Wohl der ganzen Unternehmung konfrontiert werden.

In diesem Vortrag  wurden persönliche und organisatorische Ansätze gezeigt um diese Situation anzugehen und differenziert mit den Thema Agilität und Selbstorganisation im Konzern umzugehen. Dafür wurden in verschiedenen Breakout-Sessions eure Beispiele gesammelt, wo ‚Agile‘ schadhaft ausgelegt oder zumindest empfunden wurde, sowie Beispiele für ‚Cargo Cult‘.

In der abschließenden Fishbowl haben wir besprochen, wie man den vorgestellten ‚Fallen‘ beim agilen Arbeiten im Projekt-/Team-/Organisationalltag entgehen kann.

Die Folien findet ihr auf Slideshare.

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LWIPCGN #109 Links und rechts der Prinzipien und Praktiken von Kanban

Das Thema im Oktober war „Links und rechts der Prinzipien und Praktiken von Kanban“ und wurde uns von Thomas Epping vorgestellt.

Wir warfen an diesem Abend einen Blick auf einige Themen, die nicht zu den Prinzipien und Praktiken von Kanban gehören und die doch von einiger Bedeutung für eine Kanban-Initiative sein können. Wir schauten uns an, welche Rolle die Auftragsklärung („Wofür habe ich ein Mandat?“), die eigene Positionierung („Wie entscheide ich, welchen Veränderungsschritt ich – zum Beispiel als Kanban Coach – als nächstes platziere?“) sowie der Umgang mit formaler Macht und Hierarchie in einer Kanban-Initiative spielen. Zu allen drei steuerte Thomas Epping einige Impulse bei, die wir jeweils in einer Mischung aus Diskussion und Erfahrungsaustausch aufgriffen.

Hier die drei Buchtipps von Thomas zum ersten Drittel des Abends (der Auftragsklärung):

https://www.amazon.de/Liftoff-Start-Sustain-Successful-Agile/dp/1680501631 https://www.amazon.de/Good-Strategy-Bad-Richard-Rumelt/dp/1846684803 https://www.amazon.de/Discussing-Undiscussable-Overcoming-Jossey-Bass-Management/dp/0787986321

Weil es am Abend öfter erwähnt wurde und nach dem Link gefragt wurde, hier gehts zum Kanban Maturity Model (KMM).

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LWIPCGN #108 Wie Du die wichtigste Frage Deines Kunden beantwortest

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Alexander Hardt hat mit uns gemeinsam das Thema ‚Metriken und Charts‘ konkretisiert.

Dazu haben wir uns als Basis Little´s Law und die Flow Metriken angeschaut und dann gemeinsam die zugehörigen Charts und Vorhersagemöglichkeiten erarbeitet.

Abschließend schauten wir teamweise in welchen Kadenzen wir die vorgestellten Elemente sinnvoll nutzen können, um unsere Prozesse nach Bedarf effizienter, effektiver und auch vorhersagbarer zu machen.

Durch die zur Verfügung stehenden Information können wir dann mit gutem Gewissen durch eine wesentlich genauere Vorhersage die wichtigste Kundenfrage beantworten: „Wann seid ihr fertig?“.

In der Diskussion kam immer wieder der Aspekt, dass man, um verlässliche Aussagen zu treffen, ein „stabiles System“ benötigt. Im konkreten Fall heißt das, dass man seine Arten der Arbeit kennt, in der Lead Time Distribution einen „thin tail“ sieht und eine relativ stabile Gesamtsituation in der Organisation und/oder dem Team vorfindet.

Vielen Dank an Alexander und Oliver Monneke, der ihn bei der Technik unterstützt hat.

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LWIPCGN #107 TWiG als Online-Simulation

Diesmal hat uns  Alexander Hardt die Onlineversion von TWiG (The WiP Game) vorgestellt.

TWiG ist laut Klaus Leopold, dem Erfinder des Spiels, von der Einfachheit von Featureban und dem Event-basierten Spielwitz von getKanban inspiriert. Im Unterschied zu aufwendigeren Simulationen setzt TWiG vor allem darauf, dass SpielerInnen in kurzer Zeit erleben können, was es bedeutet, in einem WIP-limitierten flussbasierten Pull-System zu arbeiten.

TWiG Screenshot

Da die Frage aufkam, ob TWiG nur lizenzierten Trainern zur Verfügung steht, hier der Hinweis, dass TWiG ist für jedermann einfach kostenlos spielbar ist.

Die Teilnehmer waren mit dem Abend  messbar sehr zufrieden.

Umfrage

Alexander wurde an dem Abend von Oliver, Adrienn, Jürgen und Jörg unterstützt. Gastgeber war Thomas. Vielen Dank an alle!

 

 

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LWIPCGN #106 KMM – das Kanban Maturity Model in der Praxis

Seit wir uns uns das Kanban Maturity Model (KMM) zuletzt angeschaut haben sind zwei Jahre vergangen. Zwischenzeitlich hat es manche Aktualisierung erfahren und wurde und wird in der Praxis eingesetzt.

Mark Geschke hat sich mit dem Thema KMM in einem seiner Kanban Bootcamps auseinandergesetzt und hat uns an diesem Abend eine Einführung gegeben. Besonders gut gefallen hat den Teilnehmern der Überblick über Kanban an sich.

Scrrenshot_LWS106

Die Teilnehmer machten Einschätzungen zu ihrem „Kanban-Maturity-Level“ und anhand der Boards/Erfahrungen/Problemstellungen/Situationsbeschreibungen aus dem (Kanban)-Alltag der Teilnehmer brachte uns Mark das KMM näher.

Seine Folien findet ihr auf unserem Trello-Board.

 

 

 

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LWIPCGN #105 Online-Flow-Simulation

Flow-Simulationen gelten als gute Möglichkeit, Kanban zu erlernen und zu verstehen. Aber was macht man, wenn nicht alle Teilnehmer einer Simulation vor Ort sein können?Um eine Antwort darauf zu suchen, haben wir diesesmal Featureban in der Online-Version der zypriotischen Firma kaiten.io gespielt.

team

Aufgrund der zahlreichen Unterstützer (vielen Dank auch an dieser Stelle!) konnten wir das Spiel in fünf parallelen Sessions anbieten.
Über https://tools.kaiten.io/featureban kann man einfach eine Simulation starten. Wenn man drei Spieler zusammen hat, kann das Spiel beginnen.

Start

Das Spiel gibt den Teilnehmern die benötigten Informationen immer zur richtigen Zeit. Denoch ist eine Anleitung durch jemanden, der sowohl diese Version bereits gespielt hat, als auch Featureban bereits faszilitiert hat, sehr zu empfehlen.

Der Spielaufbau ist dem Original nahe. Allerdings ist es aufwändiger die Spaltenüberschriften individuell anzupassen und eigene Tasks/Karten zu schreiben. Das Spiel sieht hierfür einen CSV-Imort vor, den wir an diesem Abend nicht genutzt haben. Stattdessen nutzten wir die vorgegeben Texte, was nach unseren Beobachtungen die Verbindung einiger Spieler mit der Simulation teierschwerte.

board

Startansicht des Featureban-Boards von kaiten.io

Die Simulation bietet nach den beiden ersten von drei Iterationen die Möglichkeit, die Eindrücke der Spieler abzufragen.

Insgesamt benötigt man mit Einleitung, Erklärung und Debrief die angegebenen 1,5 bis 2 Stunden.

Für Fortgeschrittene berechnet die Software Leadtime Distribution und CFD Leadtime Distribution direkt mit. Deren Erläuterung benötigt weitere Zeit.

Insgesamt ist Featureban in der Online-Version von kaiten.io nach Meinung der Teilnehmer  gut nutzbar, um die Ideen, die auch Featureban „am Flipchart“ transportiert, zu vermitteln. Für die Vorbereitung und Erläuterung „was das ganze soll“, sollte man sich ausreichend Zeit nehmen, damit die Simulation nicht zu mechanisch erscheint.

abfrageDie Software ist sehr ausgereift und einige Feature-Requests haben wir anschließend an die Entwickler weitergegeben.

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LWIPCGN #104 Flow Estimates

Markus Wissekal hat uns diesmal die von ihm entwickleten „Flow Estimates“ vorgestellt, in Corona-Zeiten natürlich als Online-Event. LWS104_0

Basis für die Flow Estimates ist die Idee, dass Menschen am besten arbeiten können, wenn sie im Flow sind. Markus hat uns in kleinen Schritten an Flow im Sinne der Psychologie herangeführt und erläutert, was Menschen benötigen, um in „Flow“ zu kommen.

Im ersten Teil des Workshops betrachteten wir deshalb den aktuellen Wissensstand über Flow und welche Änderungen an unserer Umgebung und unserer geistigen Haltung es uns einfacher machen in  Flow zu gelangen.

Mit diesem vertieftem Wissen über „Flow“ sahen wir uns einen konkreten Anwendungsfall an, nämlich die Herausforderungen mit aktuellen Schätzmethoden. Anhand der neuen Schätzmethode „Flow Estimates“ betrachteten wir die Chance auf „Flow“ mit dem gesamten Team.LWS104_1

Der dritte Teil des Workshops bezog sich dann darauf, wie wir „Flow Estimates“ verwenden, welche konkreten Schritte man tun kann, um die Chancen auf „Flow“ zu steigern und welche Auswirkung diese auf Dich, Dein Team und Dein größeres Umfeld haben können.LWS104_2

Es war ein sehr interessanter Abend mit vielen neuen Erkenntnissen. Vielen Dank von den fast 40 Teilnehmern an Markus für den inspirierenden und informativen Abend.

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LWIPCGN #103 Basics zu Kanban-Metriken

Diesmal hat uns Thomas Mechenich „Basics zu Kanban-Metriken“ in Workshop-Formaten näher gebracht, in denen wir spielerisch auf Entdeckungsreise gegangen sind.

Dafür führte Thomas uns zu “drei wilden Stämmen” und wir betrachteten, wie Lead Time Distribution, Control Chart und CFD deren Arbeitsleben beschreiben.

LWS103_7.jpgLWS103_8.jpgGemeinsam haben wir uns dem Thema genähert und hatten Spaß nicht nur beim Metriken -Erstellen, -Auswerten und -Interpretieren.

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Ergebnisse der „Distro“-Gruppe

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Auch wenn das CFD von einigen als sehr kompliziert empfunden wurde, haben wir in den Diskussionen viele mögliche Anwendungsgebiete im eigenen Arbeitsleben entdecken können…

Die Unterlagen von Thomas findet ihr in unserem Trello-Board.

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