LWIPCGN #119 – Kanban Flow Simulation in Miro

Am 11. August trafen sich 23 Kanban-Interessentierte, um an einer Flow-Simulation in Miro teilzunehmen. Ziel war nicht nur gemeinsam Spaß zu haben, sondern auch ein bisschen darüber nachzudenken, wie man solch diese Online Flow Simulation noch effektiver machen könnte.

Als Vorlage diente eine Flow-Simulation in Miro von Andreas Rein, die inzwischen von Xuviate weiterentwickelt wurde und dort im Einsatz in Kanban Bootcamps mit über 30 gleichzeitigen Teilnehmer:innen ist.

Egal ob man GetKanban, FeatureBan, ChangeBan, TWIG, „Schiffe falten“ oder eine andere der vielen Kanban- oder Flow-Simulationen bereits gespielt hat, ist es immer ein besonderes Erlebnis mitzuspielen und immer wieder mitzuerleben, welchen Unterschied es macht, den Flow und nicht die Ressourcenauslastung zu optimieren.

So war es auch an diesem Abend. Am Anfang erklärte Mark Geschke, unser Moderator für den Abend, die Regeln der Simulation und die Teilnehmer:innen verteilten sich auf die Spalten des Boards in Miro.

Wie häufig gab es auch bei dieser Flow-Simulation zwei Runden. Für die ersten Runde wurde jede:r angewiesen, so schnell wie möglich zu arbeiten. Wie das Bildschirmfoto zeigt, gab es zwei deutliche Engpässe. Die Teilnehmer:innen fühlten sich nach der Runde gestresst. Halt wie im wirklichen Leben!

In der zweiten Runde stiegen wir von einem Push- zu einem Pull-System um und mussten zudem noch unseren Work in Progress (WiP) in den Spalten auf die Anzahl der Teilnehmer in der jeweiligen Spalte, in diesem Fall 3, limitieren.

Diese beiden – scheinbar kleinen – Veränderungen hatten einen deutlichen Einfluss auf den Flow und von nun an lief alles sehr viel ruhiger ab als vorher. Eine Teilnehmerin meinte sogar im Nachhinein, dass sie selbst gar nichts zu tun hatte und sich auf Ihre beiden Kollegen verlassen konnte…

In beiden Runden wurde jeweils nach 2 Minuten eine rote Karte in das System eingefügt, um herauszufinden, wie lange es dauert, bis sie erledigt wird.

Interessanterweise war das System in Runde 2 viel leistungsfähiger als in Runde 1, was man besonders deutlich in der Durchlaufzeit der roten Karten bemerken konnte, die fast dreimal schneller durch das System fließen konnte. Auch die Vorhersagbarkeit wurde viel besser. Wow!!

Im Debrief unterhielten wir uns darüber wie unsere Arbeitssysteme im Alltag eigentlich aussehen (oftmals wie in Runde 1!) und was denn die Gründe sein könnten, warum wir nicht immer mit WIP-limitierten Pull-Systemen arbeiten.

Leider waren diese Diskussionen so spannend, dass wir auch später im informellen Teil des Abends (nach 21:00 Uhr also) nie zu der Frage „wie könnte man solche Simulationen noch verbessern“ kommen konnten… vielleicht ein anderes Mal.

Über Mark Geschke

Supporting internal change agents who want to get more value from Kanban
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