Lean und Kanban spielend erfahren – das 44. Treffen der Limited WIP Society Cologne

„Mit welchen Spielen lassen sich welche Aspekte von Lean und Kanban wie gut vermitteln“ war die Frage, die uns beim 44. Treffen der Kölner Limited WIP Society beschäftigte.

In der Sammlung der Spiele – vom Task-Wechsel-Spiel von Sandy Mamoli bis hin zu Mike Burrows’ Featureban – fanden sich Beispiele für alle möglichen Aspekte. Drei Spiele konnten wir tatsächlich durchgehen. Für die großen Spiele getKanban und featureban werden wir bei Gelegenheit einen separaten Abend veranstalten.

Die Spiele

Was gespielt wurde

Was gespielt wurde

Apropos Spiele: In deutschen (Groß-)Unternehmen hat es sich als sinnvoll erwiesen lieber von Simulationen als von Spielen zu reden…

Name Zweck Teilnehmer Dauer
Manager/Follower Vermittlung der Effektivität von zentraler und dezentraler Kontrolle im Vergleich Je mehr desto besser Weniger als 10 Minuten
getkanban (siehe auch getkanban.com, version 2) Kennenlernen eines realistischen Kanban-Systems 4 – 8 pro Brett, parallele Gruppen möglich 1,5 bis 2 Stunden
Lego Scrum Simulation (Scrum Alliance) Bestandteile von Scrum erläutern ? >= 2 Stunden
(Paper) Plane Factory Bedeutung von Lead-Times und Inventory vermitteln 4 bis 12, skalierbar auf mehrere Teams 30 min (erprobt)
Sandi Mamolis Kontext-Wechsel Simulation (s.u.) Kosten von Kontext-Wechseln sichtbar machen beliebig (von 1 bis mehrere hundert) 4 min geschätzt, 15 min erprobt
Name Game Die Auswirkungen von Multitasking (littles law) vermitteln 5 bis 8 pro Team, beliebige Anzahl von Teams 20-30 Minuten
Penny Game Auswirkungen von Batch-Sizes 6 bis 20 (gefühlt) 10 min geschätzt, 45 min erprobt
featureban Vermittlung der Zentralen Kanban-Elemente ähnlich getKanban 45 min laut Dokumentation
Name Zweck Teilnehmer Dauer

Sandy Mamolis Task Switching Game

Beweist sehr schön die bekannte Hypothese, dass Kontextwechsel viel Zeit erfordern.
Der Komplette Konferenzbeitrag mit einer Menge weiterer Erläuterungen von Sandy ist unter http://nomad8.com/kanbanfor1/learn-about-kanban-for-1/ zu finden.

Pass the Pennies

Pass the Pennies kann sehr gut variiert werden und dient in jedem Fall zur Argumentation unterschiedlicher Batch-Sizes.
Werden zusätzliche Prozessunregelmäßigkeiten eingebaut (eine Person darf nur mit der linken Hand umdrehen, eine Person lässt jede dritte Münze fallen) lässt sich zudem schön zeigen, welche Einflüsse die Limitierung der gleichzeitigen Arbeit (WIP-Limits) und bewusst eingesetzte Puffer vor Bottlenecks haben.

Paper Plane Factory (Schiffe falten)

Der Fokus der Paper Plane Factory liegt auf der Diskussion von Lead- und Cycle-Time sowie auf dem Umgang mit Inventory. Wichtigste praktische Erkenntnis aus der Runde: Das bottleneck (der aufwändigste Arbeitsschritt) muss sehr klar definiert sein und sollte möglichst weit hinten im Prozess liegen.
Wichtig ist bei dem Setup dieser Simulation auch eine klare FiFo (First In – First Out) Regelung für die Teilprodukte. Ob dies durch explizite Regeln oder durch das Setup der Simulation (große Entfernung zwischen den Stationen) geschieht muss man sicherlich von Fall zu Fall entscheiden.

Von: Michael Mahlberg (@MMahlberg) und Harald Schlüter (@HaraldSchlueter)

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Über lwscologne

Die Leute aus Köln, die sich für Lean und Kanban interessieren.
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