Zusammen durch Experimente verbessern – das 41. Treffen der Limited WIP Society Cologne

Unser Thema war dieses mal die sechste und letzte Praktik von Kanban:
Zusammen durch Experimente verbessern

Einordnung der Praktik

Der Gedanke hinter der Praktik ist es nicht einfach „irgendetwas“ auszuprobieren, sondern vorher zu definieren, was das erwartete Ergebnis ist und vor dem Ausrollen des Experimentes auf das gesamte Unternehmen zu verifizieren, ob das Ergebnis wirklich das erwartete ist.

Merkmale eines Experiments

Eigenschaften eines Experiments

Eigenschaften eines Experiments

  • Hat eine Erwartung (Hypothese)
  • Ist auswertbar
  • Kann gelingen oder scheitern
  • Hat einen plausiblen Grund
  • Ist begrenzt (Risiko, Zeit, Aufwand, Inhalt)
  • Kann ausgeweitet werden

Erstes Beispiel

Ursprüngliches Thema: Helfen Teamübergreifenden Standup-Meetings dabei, die ’Liegezeiten’ elektronischer Tickets zu verringern?

Experiment-Design: Messung bestimmter Statusübergänge vor und nach dem Experiment

Ergebnis: Eine Auswertung der Messungen nach einigen Wochen hat gezeigt, dass das Standup-Meeting die Übergabe von Tickets zwischen den Teams tatsächlich deutlich beschleunigt hat.

Zweites Beispiel

Ursprüngliches Thema: „Zu viel“ Bodyleasing und Beratung, Ziel: Mehr Lösungsgeschäft (33%)

Experiment-Design: 2 Stunden pro Woche Sichten von Ausschreibungs-Plattformen, Überprüfbar und auswertbar

  • Eine „Chance“ pro Woche
  • Alle vier Wochen eine „zweite Runde“
  • En Mal pro Quartal ein „Gewinn“

Abgleich mit den Kriterien:
Alle Kriterien für ein Experiment waren auch hier erfüllt. Dieses Beispiel zeigt sehr deutlich, dass Experimente durchaus auch im Business-Teil der Prozesse formuliert und durchgeführt werden können.

Ideen zum Umgang mit Experimenten

  • Eine Übersicht über Ziele und Status der aktuell laufenden Experimente könnte in einigen Fällen hilfreich sein
  • Auch die Durchführung von Experimenten kann man mit einem Kanban-System steuern

Andere Beispeiele

  • Alternativen zu Userstories
    • Formulierung von Anforderungen statt als User-Stories als Hypothesen. Eigentliches Ergebnis der Story ist dann die Beantwortung Hypothese mit „Ja” oder „Nein”.
    • Hierzu kommt dann auch noch ein Prozesschritt „‚Validate“
  • Teilnahme an Regelmäßigen Treffen
    • Es kann manchmal auch funktionieren ein Treffen erst mal per Zwang einzuführen und dann durch die (positiven) Erfahrungen eine Freiwilligkeit zu erreichen.

Wozu Experimente?

Als Double Loop Learning

Ohne Experimente

Änderungen ohne Experimente
* Aktionismus & Ziellos „Operative Hektik verbigt gistige Windstille”
* Blind beharren
* Ansage von Oben
* Verbesserungen ohne Garantie

Wie ist die Bereitschaft zu Experimenten?

Häufiges Problem: Experimente werden zu groß angesetzt

Ergebnisse der Diskussionen

Ergebnisse der Diskussionen

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Über lwscologne

Die Leute aus Köln, die sich für Lean und Kanban interessieren.
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