12. Treffen der Limited WIP Society Cologne (Juni-Treffen)

Das nächste Treffen findet 13.06.2012 statt und im Moment ist die Agenda noch extrem offen.

Aber das letzte Treffen ist kaum vorbei und schon entwickelt sich der erste spannende Block völlig emergent aus aus ein paar Kommentaren des letzten Treffens:

Eines der Themen war ja ein Vortrag zum Thema Kaizen… meine (-MM) Idee wäre das folgende, aber bis jetzt wissen Boeffi und Joerg nur teilweise von Ihrem Glück ;o)

Mögliches Haupt-Thema für das nächste Treffen:

Was ist Kaizen 改善 – Drei Perspektiven

  • 10 Minuten Kaizen Theorie – Michael Mahlberg
  • 10 Minuten Kaizen in der Praxis (Chemische Industrie) – Joerg Hamann
  • 10 Minuten Kaizen in der Praxis (Consulting) – Boeffi
  • mal sehen wie lange – Diskussion über Kaizen in der Produktentwicklung

Was haltet Ihr davon?

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Entscheidungsfindung mittels Konsensprinzip

(im Nachgang zu unserem Treffen am 08.02.2012)

Konsensprinzip
Um im Team zur Entscheidung zu kommen und sicherzustellen, dass alle Team-Mitglieder gehört werden, kann das Team dem Konsensprinzip folgen:

Entscheidungen gelten als angenommen, wenn kein Mitglied dagegen stimmt.
Eine Enthaltung gilt nicht als verstecktes Nein, sondern als Bereitschaft, die Entscheidung des Teams zu tragen.

Eine simple aber wirkungsvolle Praxis ist es, Abstimmungen im Team mittels Daumenzeichen durchzuführen.

Konsensprinzip über mehrere Teams skalieren
Wie jedoch kann man diesen Ansatz auf mehrere Teams anwenden, wenn über Themen entschieden werden muss, die mehr als ein Team betreffen?

Eine Möglichkeit ist es, dass jedes Team einen Vertreter entsendet, um an einem team- und themen-übergreifenden Gremium teilzunehmen.
Dem Vertreter wird hierzu das Recht eingeräumt im Namen seines Teams abzustimmen.

Entscheidungen aus diesem Gremium sind dann für alle Teams bindend.

Konfliktfälle

Wie können Blockaden verhindert werden, wenn keine einstimmige Entscheidung herbeigeführt werden kann?

a) Mehrheitsentscheid – aber: die Entscheidung wird nicht von allen getragen und unterstützt. (“Habe ich doch gleich gesagt, dass das nicht geht…”)

b) Oft wird von außen ein Chef-(Architekt, Entwickler, …) definiert, dieser kann bei Unstimmigkeiten die Entscheidung treffen – aber: diese Position könnte dazu genutzt werden, um das Team zu überstimmen, wenn das restliche Team einstimmig eine Meinung vertritt.

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Abbildung verzweigter Workflows

(im Nachgang zu unserem Treffen am 08.02.2012)

Wie kann man Workflows auf einem Kanban-Board abbilden, in denen erst das Zusammenkommen von zwei Ereignissen zum nächsten Schritt im Workflow führt?

Eine mögliche Lösung ist es, die Arbeitsschritte auf dem Board chronologisch zu serialisieren:

Story definition -> Implementation -> deployment planning /request -> environment setup -> feature deployment

… charmante Vorstellung: der Deployment-Manager transportiert die Karte mit dem Deployment-Request in die In-Queue der Umgebungs-Konfiguratoren.

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11. Treffen der Limited WIP Society Cologne

Schon vor Beginn des Treffens (Anmeldung per Doodle) standen drei spannende Themen auf dem Programm:

  • Die Vorstellung einer Kanban Simulation
    geschrieben von @Keinze in NetLogo und online im Internet aufrufbar kann man hier ein Kanban-System simulieren und das Verhalten der einzelnen Akteure in der Simulation programmatisch ändern
  • Bei “Sag Nein zu monotonen Retrospektiven”
    geht es um praktische Erfahrungen mit Methoden, Techniken und Elementen die in Retrospektiven angewandt werden können
  • In der Runde Alltägliche Fragen aus dem Kanban/Lean/Agilen Alltag
    schließlich dreht sich alles um aktuellen Fragen, die die Teilnehmer grade in Projekten beschäftigen

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Process policies für unser Kanban Board (Draft)

- Die Abstimmfunktion hat keine Bedeutung mehr (voting Abschalten?)

- Datumsfunktion wird nicht genutzt

- Abstimmung der konkreten Themen findet am Abend selber statt

 

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9. Treffen der Limited WIP Society Cologne

Nachdem zu Anfang ein guter Teil des Meetings dem Aufräumen des Boards (Karte cleanup “Discussion”) und ein paar organisatorisch Rahmenthemen gewidmet war ging es dann an die Fragerunde zu alltäglichen Kanban/Lean/Agile-Fragen. Dieses mal mit den Einzelthemen:

  • Verstecken WIP Limits die Constraints?
  • Wie verhalten sich “Fixed Date” und “expedite” zueinander
  • Was ist “Kanban of Kanbans”?
  • Die Realität von “Blocked” Tasks
  • Schätzen vs. Analyse
  • Grenzen von Kanban (und agilen Prozessen im allgemeinen) in Großkonzernen

Danach konnten wir noch die Karte Fahrt zur Limited WIP Society DACH in HH klären. Das Thema Aussenwerbung haben wir genutzt um eine Menge neuer Einträge unter Ideen zu generieren (insbesondere zum Thema Spiele).

Von der Karte Cleanup “Discussion” sind noch die Fragen nach unseren eigenen WIP-Limits und die expliziten Policies für’s nächste Mal offen geblieben : o )

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Die Limited WIP Society DACH

Am 30. März 2012 treffen sich Vertreter der Limited WIP Societies aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie unabhängige Kanban und Lean Enthusiasten aus den Ländern des D-A-CH Raumes um die neueste Vernetzung der deutschsprachigen Kanban-Gemeinde weiter auf den Weg zu bringen.
So ist zumindest der Plan – derzeit scheint mir persönlich der A-CH Raum noch ein wenig unterrepräsentiert.

Der Name und die Website der Limited WIP Society Germany haben zwar “Germany” im Titel, aber wie auf der Website deutlich wird, ist das Ziel tatsächlich, eine gemeinsame Community im deutschsprachigen Raum auf die Beine zu stellen.

Mit 5 von den 34 bisher angemeldeten Teilnehmern ist der Köln-Düsseldorfer Raum die bisher zweitstärkste Fraktion (nach Hamburg mit bisher 21 Anmeldung) und ich persönlich bin sehr gespannt, wie sich die Community zusammen finden wird.

Xing-Mitglieder finden die Teilnehmerliste unter:
https://www.xing.com/events/treffen-limited-wip-society-germany-861003

Den Twitterstream könnt Ihr unter https://twitter.com/#!/limitedwipde verfolgen und die eigentliche Website hat kann auch schon unter http://www.limited-wip.de/ erreicht werden.

Cheers
Michael (@MMahlberg)

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Infos von der LKBE11

Im Oktober 2011 fand in Antwerpen die Lean/Kanban Belgium Konferenz statt.

Einen ausführlichen Bericht dazu findet Ihr in meinem Blog.
Auf Vimeo gibt es die Videos der Vorträge.
Auf Slideshare gibt es die Slides zu den Vorträgen.

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Bericht vom 11.01.2012

nach nur wenigen organisatorischen Fragen ging es beim siebten (wenn ich mich nicht verzählt habe) Treffen der Limited WIP Society Cologne vor allem um den One Piece Flow, personal Kanban, Plätze zum verstecken im Wasserfall und natürlich die nächsten Treffen.
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Eine Kanban-Einführung

Am 9. November berichtete ich in der Kanban-User-Group beim LWIPCGN#5-Treffen über eine von mir durchgeführte Kanban-Einführung. Ein kurzer Artikel von mir dazu:

Zielsetzung und Situation vor der Einführung

Eine Firma will ihre internen Abläufe verbessern, da es immer wieder zu Konflikten zwischen Projektleitung und Entwicklung kommt und die Produktivität – gefühlt – zu gering ist. Die Firma möchte gerne agile Methoden, allen voran Scrum einsetzen, da diese mutmaßlich für sie passen. Die Rahmenbedingungen sind durch ständig wechselnde Anforderungen und sehr kleine Aufgaben und kleinteilige Projekte (ca. 2/3) und wenige größere Projekte (ca. 1/3) geprägt. Mein Vorschlag war, erst einmal nicht Scrum einzuführen, sondern mit Kanban zu beginnen.

Das Angebot

Es ist eine eher kleine Firma, so dass ich möglichst Minimalinvasiv vorgehen wollte. Vier Tage sollten reichen:

  • Analyse der Ist-Situation
  • Workshop mit zwei Teilen: Information (Kanban-Schulung) und Aktion (Kanban-Board etc. für die Firma erstellen)
  • Begleiteter Live-Gang
  • 2 halbe Nachsorgetage

Die Durchführung: Analyse

Als zentrales Anliegen aller Mitarbeiter wurde der Bedarf nach mehr Kommunikation ausgemacht. Die Mitarbeiter wollen mehr über die Tätigkeiten der anderen und Änderungen in Projekten erfahren. Des Weiteren entdeckte ich Unterschiede in der Wahrnehmung von Schätzungsgrößen, wie Manntagen, Aufwand und Dauer.

Die Durchführung: Workshop

Zunächst habe ich die grundlegenden Ideen zu agilen Methoden dargelegt und zur Abgrenzung Scrum grob erklärt. Danach zeigte ich den Mitarbeitern die Kanban-Regeln und -Methoden an einem Beispiel. Abschließend fragte ich die Mitarbeiter mittels einer Brainstorming‐Runde nach ihren Problemen und den Wünschen. Sie wurden im Konsens von allen Mitarbeitern angenommen und im Anschluss als Schriftstück ausgehändigt.

Nach der Mittagspause sollten zwei gemischte Gruppen in einem Workshop die Regeln von Kanban auf die Firma als Unternehmen anwenden. Hierfür gab es zwei einstündige Phasen, zwischen denen eine Kontaktpause der beiden Teams statt fand. Ich stand zur ganzen Zeit zur Beantwortung von Fragen bereit und griff moderierend ein. Am Ende des Tages wurden beide Entwürfe, die nicht grundlegend voneinander abwichen, in einer Konsensentscheidung von den Mitarbeitern zusammengeführt.

Die Durchführung: Live-Gang

Zur Einführung waren natürlich noch nicht alle Tätigkeiten in Tickets erfasst und es tauchten viele Fragen auf, die aber schnell beantwortet werden konnten. Grundsätzliche, strukturelle Probleme des Boards oder der Karten wurden aber bewusst auf die erste Retrospektive am folgenden Freitag geschoben.

Der Paradigmenwechsel vom Push-­ (Projektmanagement beauftragt Entwicklung) zum Pull-­Prinzip (Entwicklung holt sich eigenständig die Aufträge) braucht natürlich eine Eingewöhnungs- und Einarbeitungsphase, so dass hier nicht von Anfang an alles ohne Reibungen ablief. Ich bat zwei Mitarbeiter, verstärkt darauf zu achten, dass das Entwicklungsteam seine Rolle ernst nimmt und beginnt auszufüllen.

Erstes Nachtreffen: Die Rückmeldungen

  • Kommunikation hat sich verbessert.
  • Es ist mehr Arbeit die Zettel an das Kanban-­Board zu pinnen, als alles nur im Ticketsystem zu machen.
  • Ich kann mehr an einem Stück arbeiten.
  • Kleine Aufgaben von 5‐10 Minuten werden aufgebläht und werden durch das Pull-­Prinzip nicht mehr sofort fertig.
  • Wir haben viele Retrospektiven gemacht und es geht voran.
  • Das Kanban-Board hat sich schon verändert.
  • Ich kann noch nicht abschätzen, ob wir immer im Budget waren.
  • Ich kann nun gar keine Termine mehr zusagen.
  • Wir arbeiten immer noch mit dem gleichen Prozess, das ist nicht gut. Pull-Prinzip klappt immer besser.

Erstes Nachtreffen: Meine Vorschläge

  • Ab sofort die Durchlaufzeiten der Tickets messen, damit Flaschenhälse nach der Engpasstheorie (http://de.wikipedia.org/wiki/Theory_of_Constraints) aufgelöst werden können.
  • Kleine Aufgaben möglichst automatisieren und en block abarbeiten. SLA mit den Kunden von einem Tag vereinbaren, oder pro Tag einen Service­‐Verantwortlichen in der Entwicklung einsetzen.
  • Für länger laufende Projekte Scrum einsetzen.
  • Damit Termine vorhersagbarer werden die maximal pro Mitarbeiter mögliche Arbeit weiter begrenzen. So steigt die Auslastung und Effizienz und sinkt die Variabilität der Schätzungen.
  • Eine Möglichkeit zu „planen“ ist ein sog. Backlog Replenishment Meeting (Nachschubbesprechung), in der die PMs, TPMs und ein Vertreter der Entwicklung den Nachschub für den Backlog bespricht und abschätzt.
  • Auf Projekte mit festen Terminen/Zusagen könnte man mit einer ScrumBan-­Swimlane reagieren, die getaktet ist: Immer Mittwochs wird alles was da drin ist Released. Somit weiß die Entwicklung um den festen Termin und kann sich darauf einstellen

Zweites Nachtreffen / Mein Fazit

Wirkliche Veränderungen zum ersten Nachtreffen gab es meiner Meinung nach nicht. Sie verdammen Kanban nicht, aber agil arbeiten Sie meiner Meinung nach noch nicht. Das liegt aber nicht an Kanban als Methode, sondern am fehlenden menschlichen Faktor. Viele denken anscheinend, dass die Intelligenz im Kanban-Board steckt und nicht täglich davor steht.

Das Pull-Prinzip wird nicht gelebt. Teilweise, weil die Entwickler Angst/Respekt davor haben, teilweise, weil das (Projekt-)Management der Versuchung nicht widerstehen kann Kontrollmechanismen unter einem Kanban-Deckmantel einzuführen.

Das wichtigste Fazit für mich lautet daher: Kanban als Methode kann man in kurzer Zeit einführen. ABER: Agiles Arbeiten kann ich nicht mit 4 Tagen Aufwand einführen.

Es ist eine Kulturänderung, die in vielen kleinen Details passiert oder eben nicht, wenn es nicht mindestens eine(n) gibt, der darauf achtet. Der/Diejenige kann Unternehmensintern sein, meiner Meinung nach kann dies aber in den aller seltensten Fällen so geleistet werden.

Deswegen werde ich eine Kanban-Einführung wohl nicht mehr in dieser Kürze angehen. Vielmehr werde ich mir mehr Zeit und Raum für die wirklich wichtigen Dinge geben: Den Kulturwandel.

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